Lothar Hensel

Kurzbiografie

Lothar Hensel wuchs in Dormagen auf und studierte an der Hochschule der Künste Berlin Schulmusik mit dem Hauptfach Klarinette. Während seines Studiums begann er mit dem Bandoneonspiel. Im Jahre 1990 ging er nach Buenos Aires, Argentinien, um sein Spiel mit den Lehrern Arturo Penón und Nestor Marconi zu perfektionieren. In Paris hatte er außerdem Unterricht bei Juan José Mosalini, einem der bekanntesten Tango-Solisten des Tango Nuevo.

Als Bandoneonist arbeitete Lothar Hensel mit renommierten Orchestern, z.B. mit den Berliner Philharmonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und namhaften Solisten, wie dem Gitarristen Quique Sinesi, zusammen. Sein musikalisches Interesse gilt besonders den Kompositionen Astor Piazzollas, die er in Originalfassungen und auch in eigenen Arrangements auf CD einspielte.

Als Komponist verfasste er Opern, Kammer- und Orchestermusik. Darin versucht er vor allem südamerikanische Tango-Elemente mit klassischer europäischer Kammermusik zu verbinden. Als Auftragswerk für das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin schrieb Lothar Hensel 2001 die Kammeroper „Ein letzter Tango für Margot H.“. 2007 wurde am Mittelsächsischen Theater seine Oper „Pamina lebt“ uraufgeführt. Zu diesem Werk verfasste er auch das Libretto. Im gleichen Jahr kam sein 2. Konzert für Bandoneon und großes Orchester zur Uraufführung. Die Uraufführung mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wurde vom DeutschlandRadio live übertragen.

Lothar Hensel tritt kammermusikalisch und solistisch mit seinem Quartett „tango fusión“, das aus Bandoneon, Geige, Cello und Kontrabass besteht, auf. Außerdem gibt er Konzerte mit seinem Tangoorchester „Septísimo Tango“. Heute lebt er in Berlin-Friedrichshagen.

Quelle: Artikel Lothar Hensel in der deutschsprachigen Wikipedia, Version vom 27. Januar 2011; Urheber/Autoren; Lizenz: Creative Commons Attribution/Share Alike

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